Pierer verrät die Ziele des Teams, KTM will die Spitze erreichen

Autor des Artikels: , veröffentlicht am 2. Januar 2021.

KTM-Teamchef Stefan Pierer glaubt, in diesem Jahr ernsthaft in den Titelkampf einsteigen und ihn sogar gewinnen zu können.

Nachdem das österreichische Team im vergangenen Jahr in Brünn seinen ersten Sieg in der Eliteklasse errungen hat und zwei weitere von ihrem Satellitenteam Tech3 errungen wurden, ist der Kampf um den Titel laut Pierre ein durchaus realistisches Ziel.

Zusätzlich zu den drei Siegen (zusammen mit Tech3) fügten sie den Gewinnern acht weitere Podestplätze hinzu. Ihr gemeinsam bester Fahrer war Pol Espargaro auf Platz fünf, der inzwischen bereits zu Honda gewechselt ist. Seinen Platz im Werksteam übernimmt der Sieger von zwei Rennen der letzten Saison, Miguel Oliveira, und zum Satellitenteam Tech3 gesellt sich Danilo Petrucci, ebenfalls bereits Sieger von Rennen der Eliteklasse.

„2020 haben wir alle gesetzten Ziele übertroffen“, sagte Pierer gegenüber Speedweek.com.

"Wir verfügen über eine technische Basis, die Rennfahrern mit unterschiedlichen Fahrstilen die Chance auf Siege gibt und Neueinsteigern die Anpassung erleichtert."

"Unser Ziel für die kommende Saison ist es, um den Weltmeistertitel zu kämpfen und ihn bei Gelegenheit auch zu gewinnen."

Ihre Ambitionen auf den Titelgewinn stammen neben den eigenen Fortschritten auch aus dem Fall des Suzuki-Teams. Das kleinste japanische Team kehrte 2015, zwei Jahre vor den Österreichern, in die Eliteklasse zurück und holte im vergangenen Jahr zusammen mit Joan Mir bereits den Weltmeistertitel.

Etwas mehr Druck, insbesondere auf den Werksrennfahrer, machte vielleicht Hubert Trunkenpolz, Mitglied des KTM-Vorstands. Er glaubt, dass sowohl Oliveira als auch Binder reif genug sind, um in diesem Jahr den Titel zu holen. Als Beispiel fügte er Mira hinzu, die in seiner zweiten Saison Meister wurde.

„Oliveira und Binder sind jetzt lange genug in diesem Geschäft. Wenn Sie einen Titel gewinnen möchten, muss dies bald geschehen. Da kann man schnell eine Gelegenheit verpassen.“

„In der MotoGP-Klasse gibt es mittlerweile viele schnelle, junge Rennfahrer, die nicht unbesiegbar sind, wie Morbidelli, Quartararo, Mir und Rins. Alles sehr schnell. Als Team ist unser Maßstab definitiv Suzuki.“