Martin: Wenn ich um den Titel kämpfen will, sind solche Fehler inakzeptabel

Autor des Artikels: , veröffentlicht am 21. Oktober 2023.

Jorge Martin war heute einer der wenigen Rennfahrer, die sich entschieden haben, für das Rennen den weichen Hinterreifen zu verwenden. Der Spanier startete von der besten Ausgangsposition und machte im ersten Teil bereits mehr als drei Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger. Am Ende war sein Hinterreifen jedoch so abgenutzt, dass er pro Runde vier Zehntel gegenüber den Verfolgern verlor, die sich für den mittelharten Hinterreifen entschieden hatten.

In der letzten Runde holten ihn alle vier seiner schärfsten Konkurrenten ein und überholten ihn. Mit völlig abgefahrenen Reifen hatte der Spanier keine Chance, mit ihnen auf Augenhöhe mitkämpfen zu können.

Wie er nach dem Rennen erklärte, war der Hauptgrund für die Wahl des weichen Reifens die Tatsache, dass er die mittlere Härte im Training nicht oft nutzte.

„Jetzt verstehen wir alle, dass die einzige wirkliche Wahl darin bestand, eine Reifenmischung mittlerer Härte zu verwenden. Aber vor dem Rennen war ich mir sicher, dass ich mit Soft gut zurechtkommen würde. Leider hat es nicht geklappt.

„Während der freien Trainingseinheiten habe ich nur sieben Runden mit mittlerer Härte absolviert. Vielleicht lag der Fehler darin, dass ich zu viel weiche Mischung verwendet habe und zuversichtlich war, dass ich es schaffen würde. Die Taktik bestand darin, im ersten Teil gegen die Konkurrenz zu fahren und im zweiten Teil mit kluger Fahrweise den Sieg zu erringen. Vielleicht könnte ich es mit einem mittleren Härtegrad schaffen, aber leider werden wir es nie erfahren.“

Auf die Frage, wann ihm während des Rennens klar geworden sei, dass es sehr schwierig sein würde, die Führung zu halten, antwortete er:

„Etwa sieben Runden vor Schluss sah ich, dass meine Konkurrenten hinter mir vier Zehntel pro Runde gut machten. Ich habe versucht, Vollgas zu fahren, aber ich hatte einfach keinen Grip mehr. Am Ende wurde ich Fünfter.“

Nachdem er nach dem Sprintrennen am Samstag in Mandalika die Gesamtführung übernommen hatte, liegt er nun 27 Punkte hinter dem Spitzenreiter Bagnaia. Zusätzlich zum morgigen Sprintrennen stehen bis zum Saisonende noch vier Rennwochenenden an.

„Alles hängt immer noch von mir ab. In Zukunft muss ich schlauer sein und darf mir solche Fehler nicht leisten. Ich bin der Schnellste, aber wenn ich nicht die richtigen Entscheidungen treffe, hilft mir das nicht.“

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