Horner: Ich fürchte, wir sind in der ersten Kurve fertig

Autor des Artikels: , veröffentlicht am 28. Oktober 2018.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sagte, er wolle, dass ihre Rennfahrer die Lücke zu Beginn des Rennens mit Bedacht schließen und so ein mögliches Überholen von Ferrari- und Mercedes-Rennfahrern verhindern. Er hat jedoch Angst, dass sie sich eher miteinander als mit den anderen belasten und so eine mögliche Kollision in der ersten Kurve riskieren. Obwohl die Red-Bull-Renner mit Abstand die Schnellsten des gesamten Rennwochenendes waren, ist sich das Team der fehlenden Leistung des Renault-Motors bewusst, die ihnen beim Start ins Rennen Probleme bereiten könnte. Gestern jedoch fuhren ihre beiden Rennwagen erstmals in der Hybrid-Ära in die erste Startlinie.

Horner drängt deshalb seine Fahrer, beim Start des Rennens zusammenzuarbeiten und so mögliche Angriffe von Lewis Hamilton und Sebastian Vettel zu verhindern, die direkt hinter ihnen ins Rennen gehen werden. Auf die Frage, was er seinen Rennfahrern vor dem Rennen sagen würde, sagte Horner:

„Lassen Sie sie bis zur ersten Kurve synchron und möglichst breit fahren und verhindern so Angriffe von Ferrari und Mercedes. Wir haben in Japan gesehen, als Sebastian hinter Max war und in Austin nach Daniel, wie schnell Ferrari im Flieger ist, sowie Lewis mit Mercedes. Sie müssen sich mehr darauf konzentrieren, was die Fahrer im Hintergrund tun werden, als aufeinander. Darüber werden wir uns vor dem Rennen im Detail abstimmen.“

Horner plädiert für eine so sichere Anfahrt ihrer Rennfahrer bis zur ersten Kurve, da er zuversichtlich ist, dass das Rennen später entschieden wird.

„Sie haben die Erlaubnis, frei Rennen zu fahren, aber sie können das alles tun, bis sie dumme Dinge tun. Das Rennen wird nicht in der ersten Kurve entschieden, es gilt, den Reifen so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken. Diese werden sehr schnell zerstört. Wir müssen eine Strategie entwickeln, die es uns ermöglicht, vor Ferrari und Mercedes zu bleiben. Ich möchte nicht, dass Rennfahrer eine solche einmalige Gelegenheit verschwenden, wenn sie sich nur darauf konzentrieren, sich gegenseitig zu schlagen. Beide wollen unbedingt gewinnen und das ist gefährlich. Sie sind Teil des gleichen Teams und das muss man sich bewusst sein.“